Zuckerwatteworte
Über den Kaugummi und das Loslassen
geschriwwe vum Nancy Keller
illustréiert vum Lea Schroeder
Es gibt Phasen, in denen man sich plötzlich ein wenig fehl am Platz fühlt. Ringsum scheint das Leben erstaunlich gut organisiert zu sein. Menschen finden zueinander, gründen Familien, schmieden Pläne und haken einen Meilenstein nach dem anderen ab.
Und man selbst steht vielleicht gerade vor einer Trennung, fängt noch einmal von vorne an oder stellt fest, dass der eigene Plan, falls es denn überhaupt je einen gab, inzwischen wieder ganz anders aussieht.
Denn irgendwo haben wir ziemlich genaue Vorstellungen davon gesammelt, wie ein gelungenes Leben mit Partnerschaft, Familie, beruflicher Sicherheit auszusehen hat.
Wer davon abweicht, fragt sich schnell, ob er irgendwo falsch abgebogen ist.
Dabei ist eine Beziehung nicht allein deshalb glücklich, weil sie besteht. Und ihr Ende macht die gemeinsame Zeit nicht automatisch zu einem Fehler. Genauso wenig ist Alleinsein ein lästiger Zwischenzustand, der möglichst schnell behoben werden muss. Manche entdecken darin ungeahnte Freiheit, während andere lieber zu zweit unglücklich bleiben.
Genau dort setzt Zuckerwatteworte an.
Zuckerwatteworte sind Versprechen, die nach so viel klingen wie Zuckerwatte in der Hand. Groß, leicht, süß und ziemlich verlockend. Für einen Moment glaubt man, da wäre wirklich etwas. Kurze Zeit später ist kaum noch etwas davon übrig. Der Hunger ist immer noch da und der Zucker klebt an den Zähnen wie dieser fade Nachgeschmack von Worten, die am Ende doch nicht gehalten haben, was sie versprochen haben.
So ernst manche Themen dahinter sind, möchte das Buch selbst leicht bleiben. Mit Humor, einem Augenzwinkern und Metaphern für all das, was sich manchmal nur schwer in gewöhnliche Worte packen lässt. Die kurzen Kapitel greifen Situationen auf, in denen man sich vielleicht wiedererkennt, ohne sie bis ins Letzte zu erklären. .
Besonders Frauen, die eine Trennung erleben, hinter sich haben oder sich gerade neu orientieren, dürften darin manches wiedererkennen.
Zuckerwatteworte ist ein Herzensprojekt, entstanden aus dem Wunsch, Gedanken nicht unnötig zu zerreden, sondern das Wichtigste auf den Punkt zu bringen. Manchmal kann eine Metapher genau das ausdrücken, wofür viele Sätze nicht reichen würden. Die Künstlerin und Designerin Lea Schroeder hat ihnen mit ihren wunderbaren Illustrationen Leben eingehaucht.
Wann dir d’Buch kafe wëllt, kontaktéiert d’Nancy Keller op hanner_metz@hotmail.com
Nancy Keller
Nancy Keller ist seit 2012 als Lehrerin tätig und hat ihre Qualifikation mit einem Diplom zur Naturpädagogin erweitert. Die Begeisterung für Sprache und bildhafte Ausdrucksformen begleitet sie sowohl im Beruf als auch im Alltag.
2024 veröffentlichte sie gemeinsam mit Zoé Thill ihr erstes luxemburgisches Kinderbuch WANN ECH NET SCHLOFE KANN im Verlag Philou.
ZUCKERWATTEWORTE ist ihr Herzensprojekt. Es verbindet zwei Dinge, die ihr beim Schreiben besonders wichtig sind: Gedanken auf den Punkt zu bringen und Metaphern für die unterschiedlichsten Lebenssituationen zu finden. Die Bilder wollten irgendwann nicht mehr nur im Kopf, sondern auch auf Papier ihren Platz finden.
Lea Schroeder
Lea Schroeder ist Designerin, Illustratorin, Art Director und Gründerin von SenseTree Studio. Mit viel Liebe zum Detail erschafft sie poetische Bildwelten, inspiriert von der Natur, menschlichen Emotionen und den kleinen Wundern des Alltags.
Ihr unverwechselbarer Stil vereint Wärme, Humor, Symbolik und erzählerische Tiefe. In Kinderbüchern, Bildungsprojekten und kulturellen Initiativen lädt ihre Arbeit dazu ein, Geschichten zu entdecken, aufmerksam hinzusehen und der Fantasie freien Lauf zu lassen.
Mit SenseTree Studio gestaltet sie visuelle Erlebnisse, in denen Bild, Design und Storytelling harmonisch ineinandergreifen und Menschen jeden Alters berühren.